Vom 20. bis 24. Juli hieß es für 31 Schülerinnen der J1 gemeinsam mit Frau Brinkmann und Frau Sauer: Slán Deutschland, hello Dublin! Schon die Anreise versprach Abenteuer, denn für einige war es der erste Flug überhaupt. Während die Schülerinnen der Reise voller Vorfreude entgegenfieberten, begann für die Lehrkräfte bereits am Flughafen der Ausnahmezustand. Gepäckabgabe, Sicherheitskontrollen und Passkontrollen sorgten für eine nahezu permanente Stresssituation. Für einige Lacher sorgten dagegen die kreativen und zweideutigen Mottoshirts einzelner Schülerinnen und Schüler, deren Aufdrucke sogar das Interesse der Bundespolizei weckten.
In Dublin angekommen wurden wir von unserem Busfahrer Mick herzlich empfangen. Neben spannenden Informationen über die irische Hauptstadt hielt er es zur „Freude“ der Lehrkräfte allerdings für ausgesprochen wichtig, den Schülern die aktuellen Bierpreise mitzuteilen. Die wichtigste organisatorische Frage stellte ohnehin Jamie bereits wenige Minuten nach der Ankunft mit den Worten: „Where can we party?“ Immerhin waren damit die Prioritäten geklärt.
Nach dem Einzug in unser Hostel, mit perfekter zentraler Lage, aber einer Nachbarschaft, die durchaus für Gesprächsstoff sorgte – erkundeten die Schülerinnen Dublin im Rahmen einer digitalen Stadtrallye. Im Hostel selbst fühlte man sich zeitweise eher wie auf einem deutschen Schulausflug als in Irland: Deutsche Schulklassen, wohin das Auge blickte. Entsprechend schnell entstanden neue Bekanntschaften und spontane Allianzen, sowohl unter den Schülerinnen als auch unter den Lehrkräften.
Der Dienstag führte uns ins EPIC Irish Emigration Museum, wo wir viel über die Geschichte der irischen Auswanderung und den Einfluss Irlands auf die Welt erfuhren. Nach diesem Museumsbesuch stand fest: Gefühlt besitzt die halbe Welt irische Wurzeln, selbst Barack Obama durfte auf dieser Liste nicht fehlen. Außerdem wurde Gabrielas Geburtstag mit einem spontanen Ständchen gefeiert. Ein echtes Highlight wartete am Abend: Bei der Ukulele Night wurden einige Schüler Teil einer riesigen singenden Gemeinschaft. Spätestens nach den ersten Liedern spielte es überhaupt keine Rolle mehr, wer sein Instrument beherrschte, Hauptsache, alle machten mit.
Am Mittwoch stand die Halbinsel Howth auf dem Programm. Unser ausgesprochen sympathischer Guide Matt und seine Begleiterin Elly führten uns in beeindruckendem Tempo über die Halbinsel und entlang der spektakulären Klippen. Bei strahlendem Sonnenschein meisterten alle 31 Schülerinnen die rund dreieinhalbstündige Wanderung. Gemeckert wurde erstaunlich wenig – vielleicht fehlte dafür einfach die Luft.
Am Nachmittag folgte mit dem Besuch des Kilmainham Gaol ein nachdenklicher Kontrast. Unser Guide Alan schilderte die Geschichte des ehemaligen Gefängnisses eindrucksvoll und emotional, sodass viele die bewegenden Schicksale der dort Inhaftierten noch lange beschäftigen werden.
Am Donnerstag besuchten wir die Europa Experience – Eispéireas Europa. Nach einem emotionalen Einführungsvideo erklärte uns Kieran die Arbeit der Europäischen Union. Ein unterhaltsames Kahoot-Quiz und zahlreiche Selfies vor der Fotowand rundeten den Besuch ab.
Den letzten Abend verbrachten wir gemeinsam bei bester Livemusik im Buskers. Dort feierten wir nicht nur das zweite Geburtstagskind Hadya, sondern ehrten auch die Siegerinnen und Sieger der Stadtrallye. Es wurde gesungen, gelacht und ein letztes Mal das besondere Flair Dublins genossen. Ein würdiger Abschluss einer Woche, in der aus einer Studienfahrt längst ein gemeinsames Abenteuer geworden war.
Mit vielen unvergesslichen Erinnerungen und sogar drei neuen Tattoos traten wir am Freitag die Heimreise an. Dublin hat uns mit seiner Geschichte, seiner Musik, seiner Gastfreundschaft und seinem ganz besonderen Charme begeistert. Tapadh leibh! (Danke!)






