Drei Tage, drei Exkursionen, viele neue Eindrücke: Vom 7. bis 9. Juli waren die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs gemeinsam mit den Lehrkräften Frau Sauer und Frau Boiteux unterwegs, um Demokratie, Geschichte und den kritischen Umgang mit Informationen nicht nur im Klassenzimmer, sondern direkt vor Ort zu erleben.
Den Auftakt machte am Dienstag ein Besuch der Außenstelle der Landeszentrale für politische Bildung (LPB) in der Plöck. Dort nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem Workshop zum Thema Fake News teil. Anhand verschiedener Beispiele wurde deutlich, wie schnell sich Falschinformationen verbreiten können und wie wichtig es ist, Quellen kritisch zu hinterfragen. Die abwechslungsreichen Aufgaben luden zum Mitmachen ein und regten zum Nachdenken über den eigenen Medienkonsum an.
Am Mittwoch führte die Reise mit dem Bus ins Elsass nach Frankreich zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Struthof-Natzweiler. Die Besichtigung des einzigen Konzentrationslagers auf dem heutigen französischen Staatsgebiet hinterließ bei allen einen tiefen Eindruck. Der Ort und seine bewegende Geschichte machten das unermessliche Leid der Opfer auf eindringliche Weise erfahrbar und regten zur Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit an. Im Anschluss ließen wir den Tag gemeinsam in einem italienischen Restaurant in Offenburg ausklingen. In entspannter Atmosphäre bot sich die Gelegenheit, die vielen Eindrücke miteinander zu teilen und das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten.
Den Abschluss unseres Exkursionsmarathons bildete am Donnerstag Mannheim. Nach einem gemeinsamen Frühstück besuchten wir das MARCHIVUM, das Stadtarchiv Mannheim. Dort erwartete uns eine spannende Führung durch die moderne und multimedial gestaltete Dauerausstellung „Was hat das mit mir zu tun?“ zur NS-Zeit in Mannheim. Besonders die gelungene Verbindung aus historischen Quellen, interaktiven Stationen und digitalen Medien machte die Ausstellung zu einem eindrucksvollen Erlebnis und eröffnete neue Perspektiven auf die Geschichte der Stadt.
Die Exkursionen haben eindrucksvoll gezeigt, wie Demokratiebildung außerhalb des Klassenzimmers lebendig werden kann. Ob Medienkompetenz, Erinnerungskultur oder historische Verantwortung – der Exkursionsmarathon war ein Erfolg und wird den Schülerinnen und Schülern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.





