Im Rahmen unseres Profils „Pflege und Gesundheit“ an der Marie-Baum -Schule (Standort Heidelberg-Wieblingen) hatten wir die besondere Gelegenheit, einen Ausflug zur Ausstellung „Ärzte ohne Grenzen hautnah“ auf dem Universitätsplatz zu machen. Dieser Besuch war für uns nicht nur spannend, sondern vor allem auch sehr lehrreich und bewegend. Auch die Klasse des VABOs unserer Schule besuchte die Ausstellung. Da sie vor kurzem das Deutsch als Fremdsprache A2-Sprachstandszertifikat erworben haben, konnten sie ihre Deutschkenntnisse unter Beweis stellen. Eine Heidelberger Ärztin führte die Gruppe durch die Ausstellung und die VABO-Klasse stellte neugierig viele Fragen. Die Schüler aus Somalia und Afghanistan erzählten wiederum von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ in ihrem Heimatland, sei es die hochkalorische Nahrung für mangelernährte Kinder in Afghanistan oder Trinkwasserversorgung in Somalia.
Wir wurden herzlich von einer Heidelberger Pflegerin empfangen und bekamen einen intensiven Einblick in die vielfältige und oft herausfordernde Arbeit der Organisation. Besonders beeindruckt hat uns die Präsentation über die Seenotrettung im Mittelmeer – wie Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Armut oder politischer Verfolgung sind, medizinisch versorgt und in Sicherheit gebracht werden. Es war schockierend zu sehen, unter welchen Bedingungen viele Menschen versuchen, ein neues Leben zu beginnen – und wie wichtig schnelle, professionelle Hilfe ist.
Neben der Arbeit auf dem Meer erfuhren wir auch viel über Einsätze in Krisenregionen weltweit, über medizinische Nothilfe bei Epidemien, Katastrophen und in Flüchtlingslagern. Dabei wurde uns klar: Die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen ist nicht nur ein Akt der Solidarität, sondern auch ein täglicher Kampf um Menschenwürde und Leben.
Für uns als angehende Fachkräfte im Bereich Gesundheit und Pflege war dieser Ausflug extrem wertvoll. Er hat uns nicht nur neue Perspektiven eröffnet, sondern auch unsere Motivation gestärkt, später selbst verantwortungsvoll und mit Herz im Gesundheitswesen zu arbeiten – sei es lokal oder vielleicht eines Tages auch international.
Ein herzliches Dankeschön an Ärzte ohne Grenzen für diesen Einblick und an unsere Schule für die Organisation dieses bedeutenden Ausflugs!


